Morikawa & Co.
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Akezuma
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Morikawa & Co.
Was war denn mit Morikawa und Konsorten auf der Banzuke zum Natsu 07 los? Morikawa und einige seiner Freunde (Tsunehikari, Wakahizen, Kotoyamaguchi etc.) aus der Jonokuchi erreichten beim Haru 07 mk mit 3-4 (inkl. Jk35e) oder 2-5 (inkl. Jk11e) und erhielten trotzdem die Beförderung in die Jonidan. War das als Belohnung für ausdauernden Kampfesmut zu verstehen oder eine "Besen-rein-Aktion" für die 71 Shin-Deshi, damit diese Platz in der Jonokuchi haben? Ein Rikishi (Tsunehikari) hat diesen Umstand zu nutzen gewußt, indem er das erste kk seiner Karriere (4-3) holte.
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Randomitsuki
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Generell gilt oft, dass man mit einem 3-4 aus der Jonokuchi in die Jonidan aufsteigt. Das liegt daran, dass man versucht, die Jonokuchi auf eine bestimmte Größe zu schustern (wie genau das Verhältnis eigentlich ist, habe ich noch nie gelesen, und es war mir bisher auch noch nicht soooo wichtig, dass ich mich selbst auf die Suche gemacht habe - sollte ich aber vielleicht mal...). Besonders krass wird die Beförderungslogik für die Natsu Banzuke, weil im März immer die meisten shin-deshi mit dem mae-zumo beginnen. Da schwillt dann immer die Jonidan an und selbst Morikawa kam in die Ehre, sich Jonidan Rikishi zu nennen. Hat aber nicht lange gehalten...
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Randomitsuki
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So, nun habe ich die letzte Stunde damit verbracht, Licht in die Sache zu bringen. Und mit welchem Erfolg? Nix, niente, nada.
Zunächst einmal war es nicht richtig von mir zu sagen, dass man mit einem MK in der Jonokuchi öfters aufsteigt. Das wird wenn überhaupt nur in der Natsu Banzuke so gehandhabt, passt also zum ersten Posting.
Ansonsten gelang es mir nicht, irgend eine eindeutige Regel zur Bestimmung der Divisionsgröße zu finden. Eine Faustregel ist die, dass man die Gesamtgröße der beiden unteren Divisionen so einteilt, dass davon 75% auf die Jonidan und 25% auf die Jonokuchi entfallen. Das stimmt pi mal Daumen recht gut, erklärt aber nicht, wieso die Größe der Jonidan mal bei 22,7% lag (Haru 2006) und mal bei 26,2% (Natsu 2005). Irgend einen verflixten Grund muss es doch für die Banzuke-Macher geben, um zu sagen: so Jungs, jetzt hören wir mit Jonidan auf, ab hier gilt Jonokuchi! Aber ich habe keinen gefunden.
Auch die plausible Regel, dass man immer dafür sorgt, dass alle KK-Rikishi in der Jonokuchi aufsteigen, gilt leider nicht. Von den 22 Bashos, die ich mir angeguckt habe, gibt es dann doch beachtliche acht, bei denen auch in der Jonokuchi ein 4-3 nicht automatisch zur Beförderung gereicht hat.
Fazit: eine Stunde Recherche für nix. Tsss....
Zunächst einmal war es nicht richtig von mir zu sagen, dass man mit einem MK in der Jonokuchi öfters aufsteigt. Das wird wenn überhaupt nur in der Natsu Banzuke so gehandhabt, passt also zum ersten Posting.
Ansonsten gelang es mir nicht, irgend eine eindeutige Regel zur Bestimmung der Divisionsgröße zu finden. Eine Faustregel ist die, dass man die Gesamtgröße der beiden unteren Divisionen so einteilt, dass davon 75% auf die Jonidan und 25% auf die Jonokuchi entfallen. Das stimmt pi mal Daumen recht gut, erklärt aber nicht, wieso die Größe der Jonidan mal bei 22,7% lag (Haru 2006) und mal bei 26,2% (Natsu 2005). Irgend einen verflixten Grund muss es doch für die Banzuke-Macher geben, um zu sagen: so Jungs, jetzt hören wir mit Jonidan auf, ab hier gilt Jonokuchi! Aber ich habe keinen gefunden.
Auch die plausible Regel, dass man immer dafür sorgt, dass alle KK-Rikishi in der Jonokuchi aufsteigen, gilt leider nicht. Von den 22 Bashos, die ich mir angeguckt habe, gibt es dann doch beachtliche acht, bei denen auch in der Jonokuchi ein 4-3 nicht automatisch zur Beförderung gereicht hat.
Fazit: eine Stunde Recherche für nix. Tsss....
- Jakusotsu
- 1 Tipspiel Yusho

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Hast Du vielleicht die Grundvoraussetzung für eine ordentliche Recherche in solchen Dingen außer acht gelassen? Eine gehörige Portion Sake?Randomitsuki hat geschrieben:Fazit: eine Stunde Recherche für nix. Tsss....
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Ginkgo
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Ist nicht bereits der Ausschluss von Thesen, die sich als unhaltbar erweisen, ein erkenntnistheoretischer Gewinn?Randomitsuki hat geschrieben:So, nun habe ich die letzte Stunde damit verbracht, Licht in die Sache zu bringen. Und mit welchem Erfolg? Nix, niente, nada.
Somit kannst Du doch wenigstens das Randomitsuki-JoJo-Theorem (RJT) formulieren: "Die Größe der Jonokuchi schwankt immer zwischen 22,7% und 26,2% der Jonidan, mit einer statistischen Häufung um den Wert 25% herum."Ansonsten gelang es mir nicht, irgend eine eindeutige Regel zur Bestimmung der Divisionsgröße zu finden. Eine Faustregel ist die, dass man die Gesamtgröße der beiden unteren Divisionen so einteilt, dass davon 75% auf die Jonidan und 25% auf die Jonokuchi entfallen. Das stimmt pi mal Daumen recht gut, erklärt aber nicht, wieso die Größe der Jonidan mal bei 22,7% lag (Haru 2006) und mal bei 26,2% (Natsu 2005).
Was hälst Du denn von folgendem Regelbündel:Irgend einen verflixten Grund muss es doch für die Banzuke-Macher geben, um zu sagen: so Jungs, jetzt hören wir mit Jonidan auf, ab hier gilt Jonokuchi! Aber ich habe keinen gefunden.
1. Alle kk-Jungs wechseln von der Jk in die Jd, alle MK-Sumotori, die vom letzten Aufsteiger überholt werden, werden zurückgestuft.
2. Weicht das entsehende Größenverhältnis zwischen Jd und Jk zu weit (oder um einen Faktor x) vom Randomitsuki-Idealwert 3:1 ab, so wird Regel 1 vorsichtig modifiziert, und zwar in folgender Reihenfolge:
2.1 Ist die Jd zu klein, steigen weniger ab,
2.2 Ist die Jd zu groß, steigen weniger auf.
3. Wichtiger als das Einhalten eines genauen mathematischen Verhältnisses zwischen Jd und Jk ist die Fairness gegenüber Sumotoris mit gleicher oder ähnlicher Leistung im vorangegangenen Basho, z. B. so "Steigt Jk 23W trotz eines 4-3 nicht auf, so steigen auch Jk23E und JK21W mit diesem Ergebnis nicht auf." So entsteht die Schwankungsbreite des Randomitsuki-JoJo-Theorems (RJT).
4. Wie jedes gute Theorem benötigt auch das RJT Erweiterungssätze und Grenzwertbestimmungen, wichtig zu nennen wären die beiden JS (=Jakusotsu-Sake)-Erweiterungssätze:
4.1 = JSE 1: ab einem durchschnittlichen Sakepegel J1 (gerechnet auf die Summe des noch fließfähigen Blutes aller aktiven Mitglieder des Banzuke-Komitees, wobei aktiv gelichbedeutend mit "physisch anwesend und noch nicht offiziell für tot erklärt" ist) werden die Regel 1.0-3.0 nur pi x Daumen angewandt.
4.2 = JSE2: ab einem druchschnittlichen Sakepegel J2 sind die Entscheidungen des Banzuke-Komitees (Entscheidungen hier definiert als vernehmbare Laute oder schriftähnliche Klekse, die von irgendeinem japanischen Auguren für die Repräsentanz sprachlicher oder sprachähnlicher Äußerungseinheiten gehalten werden könnten) nur noch mit dem Arsenal der Chaosforschung beschreibbar.
Aber nicht doch, alternativ könnte auch folgendes Szenario gültig sein: Irgendjemand hat dem Banzuke-Komitee erzählt, dass in Langnasen-Internetforen konstant versucht wird, nachvollziehbare Regeln aus den sog. Entscheidungen des Komitees abzuleiten. Seitdem bauen die Komiker mit zunehmender Eleganz regelzerstörende Elemente in die Banzuke ein, um den Bleichgesichtern die japanische Grundregel "Fair is´, wat Scheffe sagt." zu verdeutlichen.Fazit: eine Stunde Recherche für nix. Tsss....
Und als letzte Variante hätte ich noch die rheinische Interpretation anzubieten (mich hat es ja vor Jahren bereits ins Rheinland verschlagen, wer hier überlebt, dem können sämtliche Komitees der Welt nicht wirklich komisch vorkommen): "Is doch ejal."
Schönen Sommer noch, bis neulich
Ginkgo
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Asashosakari
- 1 Tipspiel Yusho

- Beiträge: 518
- Registriert: 25. Sep 2005 16:01
Naja, das stimmt aber auch nicht, wie Randomitsuki wahrscheinlich mit Hilfe einer gewissen neuen Website auch schon festgestellt hat:Ginkgo hat geschrieben:Somit kannst Du doch wenigstens das Randomitsuki-JoJo-Theorem (RJT) formulieren: "Die Größe der Jonokuchi schwankt immer zwischen 22,7% und 26,2% der Jonidan, mit einer statistischen Häufung um den Wert 25% herum."
Max(Heisei): 33.0% (Natsu 1992)
Min(Heisei): 21.2% (Haru 1990)
Und bevor jetzt einer glaubt, das wäre nur am Anfang der 90er so gewesen...
Max(2000-2007): 29.4% (Natsu 2002)
Min(2000-2007): 21.7% (Hatsu 2000)
Die letzten drei, vier Jahre waren zugegebenermaßen etwas stabiler um die 25% rum, aber da war die Gesamtzahl der Jonidan/Jonokuchi-Ringer selbst auch recht stabil (seit 2004 immer zwischen 302 und 363).