Ich habe mir den Kampf bzw. eigentlich mehr das Drum-herum mehrmals angeschaut - der Kampf selber dauerte ja nur ein Augenzwinkern - das war hier aber nicht so schlimm, denn an dem Vor- und Nachgeplänkel bin ich von Hause aus stark interessiert.
Zunächst einmal ist mir wieder klar geworden, was beide Kandidaten eigentlich noch für "grüne" Jünglinge sind. Das vergißt man bisweilen, wenn man die großen kräftigen Kerle so im Stream sieht.
Asa:
Er war sich seiner Sache wohl sicher (man denke an Tag 14) und hätte wohl nie erwartet, dass Hakuho in etwa die selbe kalkulierende Chuzpe an den Tag legen würde, wie er selbst zuvor bei Chiyotaikai.
Das Grinsen nach dem Kampf zeigte uns den spätpupertierenden Yokozuna - eine typische Stressverarbeitung vornehmlich bei Kindern und Jugendlichen ist, dass man anstatt zu heulen genau das Gegenteil macht, nämlich grinst - wer kennt das nicht noch ..... habe ich früher sehr zum Ärgernis meiner Lehrer auch praktiziert
Hakuho:
Er wirkte zwar äußerlich gelassen oder in der Sprache unserer Zeit formuliert - "cool" - aber man konnte den Augeninnen(über)druck von Hakuho förmlich spüren - dennoch war es wohl von Anfang an sein fester Wille, es Asa gleich zu tun, wobei sein folgendes Hatakikomi den Namen noch eher verdient hatte, als das vom Yokozuna zuvor.
Hakuho war sich seiner Sache sicher und konnte davon ausgehen, dass der Gegner das Selbige nicht noch einmal praktizieren wird (henka).
Und so gab es dann einen würdigen "Augenkrieg" - und der ist schon mal die "halbe Miete" - hier war Hakuho bislang dem Yokozuna nicht gewachsen, finde ich.
Mein Fazit:
Zwar war wenig Kampf zu sehen, aber was die Jüngelchen an taktischer Rafinesse fabriziert haben, war schon doll. Haben die eigentlich auch jemanden, mit dem Sie Ihre Kampftaktik vorher besprechen oder entscheiden sich die Kämpfer autonom
