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Gail Tsukiyama - Die Straße der tausend Blüten

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Gail Tsukiyama - Die Straße der tausend Blüten

Beitragvon Flohru » 17. Jan 2009 13:45

Heute mal eine etwas andere Buchvorstellung: "Die Straße der tausend Blüten" ist ein Roman, der im Japan der 1940er- bis 60er-Jahre spielt und im Wesentlichen die Entwicklung zweier Jungen beschreibt - einer davon wird Sumoringer.

Das Buch beschreibt sehr anschaulich die Situation Japans während des Zweiten Weltkrieges und nach 1945, wobei die Autorin sich besonders auf die zentrale Rolle des Sumo-Sports für die japanische Gesellschaft in dieser Epoche fokussiert. Die Charaktere und verschiedenen Handlungsstränge sind sehr überzeugend herausgearbeitet und miteinander verwoben. Zwar sind die meisten Charaktere fiktiv, allerdings wird der Leser auch immer wieder mit "realen" Figuren wie etwa Futabayama konfrontiert. Historisch und "sumotechnisch" hat die Autorin soweit ich das überblicken kann sehr gut recherchiert, einzig die Übersetzung ins Deutsche ist manchmal ein bisschen "unschön".

Fazit: wer für die kalten Tage noch einen guten Roman sucht und keine Angst vor einem 600 Seiten Wälzer hat, der sollte sich den Kauf dieses Buches ernsthaft überlegen!
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Re: Gail Tsukiyama - Die Straße der tausend Blüten

Beitragvon gernobono » 14. Aug 2009 07:35

also ich fand das buch zuerst gut, aber mit der dauer etwas langatmig.......

zu den sumopassagen sei gesagt, dass sie wirklich gut recherchiert sind, wobei ich die angegebenen quellen wie zb, lora sharnoff jetzt als nicht sonderlich gut in erinnerung habe.....

ein faktischer fehler ist ihr allerdings passiert......bei der ernennung des sumohelden zum sekitori......eine kleinigkeit, aber für den sumoinsider trotzdem zu bemerken....
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Re: Gail Tsukiyama - Die Straße der tausend Blüten

Beitragvon Flohru » 21. Aug 2009 10:44

Jetzt musste ich nochmal nachlesen (ich gebe zu, mir ist beim ersten Lesen an der Stelle nichts aufgefallen): meinst Du, dass er erst mit der banzuke-Veröffentlichung von seiner Ernennung zum sekitori erfährt?
Ich weiss gar nicht wie das damals war, wurden die Juryo-Aufsteiger auch schon einige Tage nach Basho-Ende bekannt gegeben?

Ansonsten hast Du natürlich recht: es zieht sich schon etwas gegen Ende, aber bei welchem gutem Roman ist das nicht der Fall? :lol:
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Re: Gail Tsukiyama - Die Straße der tausend Blüten

Beitragvon Jakusotsu » 5. Okt 2015 14:40

Ich habe das Buch dank der freundlichen Leihgabe eines Forumsmitglieds nun auch lesen dürfen, und es hat mir gut gefallen.

Ich habe allerdings den Verdacht, dass die (gut recherchierten) heutigen Vorgänge im Ozumo zum Teil ohne Rücksicht auf historische Genauigkeit in die frühen 1960er Jahre projiziert wurden. Zum Beispiel stellt sich mir die Frage, ob damals auch schon Kensho-Umschläge überreicht und mit der "typischen" Handbewegung angenommen wurden.
Natürlich kann ich mich auch täuschen, und jene Zeit ist garnicht so weit weg, wie man vermutet...
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