24. Sakurajima – Vulkane in Japan
Zum Abschluss der Reise fahren wir nach Kagoshima in den Süden Kyūshūs. Dabei haben wir die Freude, mit dem neuen Kyūshū Shinkansen zu fahren (nachdem wir aus der Provinz von Usuki zur Hauptstrecke zurückgekehrt sind). Dieser soll in der Zukunft Kagoshima im Süden und Hakata im Norden miteinander verbinden, so dass man dann von Hakata aus über die schon länger bestehende Shinkansen-Strecke nach Tōkyō weiterreisen kann. Man hat beim Bau aber nicht in Hakata angefangen und sich dann nach Süden vorgearbeitet, sondern im Süden, in Kagoshima, begonnen, so dass die Strecke im Moment etwa bis in halbe Höhe von Kyūshū reicht. Dort steigt man in einen normalen Schnellzug und fährt bis Hakata auf der normalen Strecke weiter. Beide Teile sind etwa gleich lang, für den Shinkansen-Teil braucht man 35 Minuten, für den Rest gut 1,5 Stunden. Kein Wunder, dass alle auf die Fertigstellung im Jahr 2011 warten.
Kagoshima ist der südlichste Punkt unserer Reise und wird von dem Vulkan Sakurajima überragt. Dieser ist einer der aktivsten Vulkane in Japan. Er spuckt so oft Aschewolken, dass die Einwohner in Kagoshima angeblich nie ohne Regenschirm aus dem Haus gehen; nicht weil es so oft regnet, sondern weil so oft Asche vom Himmel fällt.
桜島 Sakurajima heißt wörtlich Kirscheninsel
桜
sakura – japanische Zierkirsche
島
-jima – Insel.
Seit seinem letzten sehr großen Ausbruch im Jahr 1914, dem stärksten Vulkanausbruch des 20. Jahrhunderts in Japan, ist Sakurajima streng genommen allerdings keine Insel mehr. Seitdem gibt es eine schmale Landbrücke zum Festland. Von Kagoshima aus kann man Sakurajima aber immer noch am besten per Fähre erreichen, die in etwa 15 Minuten hinüber zum Vulkan fährt. Von dort kann man auch die schönsten Fotos machen.
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Sakurajima ist aber nicht nur vom Wasser aus eine Augenweide, sondern ist von verschiedenen Ecken der Stadt aus immer wieder prominent zu sehen. Das nutzten schon die alten Feudalherren, als sie sich im 17. Jahrhundert einen Landschaftsgarten, den Sengan'en, um ihre Residenz anlegen ließen. Sakurajima wird hier als sogenannte „geliehene Aussicht“ in den Garten inkorporiert.
借
SHAK- – ausleihen, borgen
景
KEI – (schöne) Aussicht
借景
shakkei – geliehene Aussicht. Das ist bei japanischen Gärten eine beliebte Möglichkeit lokale Besonderheiten für den Garten zu nutzen. Sakurajima ist dabei natürlich ein sehr schönes Beispiel.
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Auf Sakurajima gibt es heute mehrere Ort, Onsen und Touristenaussichtspunkte. Man kann entlang der Küste wandern und hat von dort einen guten Ausblick auf den Vulkan hinter sich, aber auch auf die Stadt Kagoshima auf der anderen Seite der Bucht vor sich. Durch den vulkanischen Ursprung gibt es dort viele interessante Felsformationen, durch die man hinüber schauen kann und sich langsam von Japan verabschieden kann.
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