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änderung bei der ein ausländischer rikishi pro heya regel

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Moderator: tsunamiko

änderung bei der ein ausländischer rikishi pro heya regel

Beitragvon tsunamiko » 23. Feb 2010 17:25

heute trat der rijikai zusammen und eine der entscheidungen betrifft die "ein ausländer pro heya regel". die wurde dahingehend geändert, dass ein ausländer auch als ausländer gezählt wird wenn er die japanische staatsbürgerschaft angenommen hat. dies gilt dann bis zu seinem intai. in letzter zeit hatte es ja einige fälle von ausländischen rikishi gegeben, die die japanische staatsbürgerschaft angenommen haben um so einen platz für einen neuen ausländer frei zu machen.
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Re: änderung bei der ein ausländischer rikishi pro heya regel

Beitragvon tainosen » 24. Feb 2010 11:38

- wollen die mit dem verschärften "Strafzoll" erreichen, dass mehr "echte" Japaner Sumo betreiben :?
Wo Elefanten sich bekämpfen, hat das Gras den Schaden.
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Re: änderung bei der ein ausländischer rikishi pro heya regel

Beitragvon Uminoyume » 24. Feb 2010 12:30

Diese neue Regelung wird Sumo auch nicht unbedingt attraktiver machen. Zwar machen immernoch mehr Japaner als Ausländer mit, aber dennnoch.
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Re: änderung bei der ein ausländischer rikishi pro heya regel

Beitragvon Schnappamawashi » 2. Mär 2010 05:59

was ist denn das für eine Lachnummer ?
Das hat mit Konservativ nichts mehr zu tun, nein es ist ein Rückschritt.
Demnächst werden gar keine Ausländer mehr zugelassen.
Dann sage ich dem Sumo ade.
Ich hätte nicht vermutet, dass es so schlimm kommt.
Ich glaube, die wollen unter sich bleiben - sollen sie halt

Gruß
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Re: änderung bei der ein ausländischer rikishi pro heya regel

Beitragvon Ganryu » 2. Mär 2010 18:54

Als jemand, der im allgemeinen nicht als reaktionär-ausländerfeindlich angesehen wird, muß ich sagen, daß ich diese Regel gar nicht so verkehrt finde. Sumo ist der japanische Nationalsport. Insofern hat er wohl auch eine Identifikationsfunktion für die Japaner, denke ich. Die gaijin werden ja auch nicht ausgegrenzt, sondern es wird eine Quotierung vorgenommen. Über die Gründe für diese Eingrenzung kann jeder spekulieren und sich seine eigene Gedanken machen.

Ich sehe es so: Beim hiesigen Nationalsport Fußball betreibt eine Liga-Mannschaft, die mit einem Städtenamen "ihre" Stadt repräsentiert, nur Augenwischerei, wenn sie viele Spieler einkauft, die von sonstwoher stammen. Dann sollte sie den Städtenamen besser ganz streichen (und vielleicht nur noch den Sponsorennamen führen :roll: ). Gleiches gilt für eine Nationalmannschaft, ob im Fußball, beim Synchronschwimmen oder eben beim Sumo.

Viele Grüße,

Kana-san
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Re: änderung bei der ein ausländischer rikishi pro heya regel

Beitragvon Uminoyume » 13. Mär 2010 01:13

Kana-san hat geschrieben:Als jemand, der im allgemeinen nicht als reaktionär-ausländerfeindlich angesehen wird, muß ich sagen, daß ich diese Regel gar nicht so verkehrt finde. Sumo ist der japanische Nationalsport. Insofern hat er wohl auch eine Identifikationsfunktion für die Japaner, denke ich. Die gaijin werden ja auch nicht ausgegrenzt, sondern es wird eine Quotierung vorgenommen. Über die Gründe für diese Eingrenzung kann jeder spekulieren und sich seine eigene Gedanken machen.

Ich sehe es so: Beim hiesigen Nationalsport Fußball betreibt eine Liga-Mannschaft, die mit einem Städtenamen "ihre" Stadt repräsentiert, nur Augenwischerei, wenn sie viele Spieler einkauft, die von sonstwoher stammen. Dann sollte sie den Städtenamen besser ganz streichen (und vielleicht nur noch den Sponsorennamen führen :roll: ). Gleiches gilt für eine Nationalmannschaft, ob im Fußball, beim Synchronschwimmen oder eben beim Sumo.

Viele Grüße,

Kana-san


Das war lange Zeit in den Fußballligen von Südkorea und Japan ja auch der Fall und ist auch heute noch teilweise so (z.B. Suwon Samsung Blue Wings, Ulsan Hyundai, Pohang Steelers, JEF United Ichihara). Der Unterschied ist aber noch, das es Verhältnisse wie bei uns in Europa (noch) nicht gibt.

Zum Thema: Es ist ja auch nicht grundsätzlich verkehrt das man verstärkt den Platz für einheimische Sumotori freihalten will aber in den letzten Jahren scheint es nicht gerade einen Run auf das Sumo gegeben zu haben. Zwar kommen immernoch eine gute Anzahl an Neulinge ins Sumogeschäft, aber die Zeiten wo den Heyas Tür und Tore regelrecht eingerannt wurde sind längst vorbei, daher sehe ich diese neue Regelung trotz der guten Aspekte eher vorsichtig.
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Re: änderung bei der ein ausländischer rikishi pro heya regel

Beitragvon Ganryu » 13. Mär 2010 07:31

Vielleicht ist ja jetzt, nach Jahrhunderten, einfach das Ende der Sumo-Traditionen gekommen? Auch wenn durch solche Regelungen versucht wird, es noch etwas hinauszuzögern.

Viele Grüße,

Kana-san
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Re: änderung bei der ein ausländischer rikishi pro heya regel

Beitragvon Takasima » 19. Mär 2010 09:56

hmmm wenn ich was im Sumo zu sagen hätte würde ich es sicher aus japanischer Sicht genauso machen.
Das hätte aber nix mit Ausländerfeindlichkeit zu tun.
Schaut euch doch mal die Banzuke an.
Es gibt schon lange keinen japanischen Yokozuna mehr.
DAS konnte das Sumo noch gut verkraften bisher.
Aber wenn das so weiter geht wird es auch kurz bis mittelfristig nicht einmal mehr einen japanischen Ozeki geben.
Die Mongolen und Kotooshus/Barutos dieser Welt werden die Sanyaku völlig im Griff haben, und ohne einen tieferen Einblick in die japanische Seele zu haben, vermute ich mal das das dann wirklich der Popularität nachhaltig schaden wird.
Würde mich nicht wundern wenn in einem oder zwei Jahren die Sanyaku so aussehen werden das Hakuho Yokozuna ist und die Ozekis Kotooshu, Harumafuji und Baruto heissen.
Sicher ein Alptraum für Sumo Funktionäre...
Sicher sinkt das Niveau des Sumo an sich wenn man die Ausländer begrenzt.... aber das das ja immer ein Gesamtkontext ist den man betrachtet wird das sehr schnell gar nicht mehr wirklich auffallen.
Wer will zum Beispiel entscheiden ob das Niveau heute höher ist oder vor 10 Jahren? Damals wars spannender und es waren auch noch mehr bewundernswerte "Typen" dabei- aber ob deren Sumo wirklich besser war im Schnitt als das heutige? Und wie fanden wir das damals???? :mrgreen: toll!!!
Also mein Fazit: die Regel an sich ist ok... allerdings finde ich persönlich die Zahl 1 zu niedrig.
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Re: änderung bei der ein ausländischer rikishi pro heya regel

Beitragvon Akebono » 21. Mär 2010 18:30

Die Zahl 1finde auch ich zu niedrig. Außerdem ist es völlig falsch einen Rikishi, der die japanische Staatsbürgerschaft angenommen hat, weiterhin als Ausländer zu zählen. Ich sehe darin eine Diskriminierung und einen plumpen Versuch mehr Japaner ins O- Zumo zu bekommen.

:( :evil:
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