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Ichinojo

Wissenswertes zum Thema Ozumo

Moderator: tsunamiko

Re: Ichinojo

Beitragvon gernobono » 25. Nov 2014 12:38

Fay hat geschrieben:Wenn's in Dein Weltbild passt, ist es Mongolensumo, wenn's nicht passt, wie bei Shotenro gegen Sokokurai am letzten Tag, bleibt's unerwähnt.


du hast recht, dass shotenro nicht wie von mir erwartet gewonnen hat
allerdings ist natürlich sokokurai chinese

der begriff "mongolensumo" sit für mich eine bstimmte art des kampfes und nicht auf mongolen beschränkt, bei denen ich es aber am häufigsten sehe.....mongolensumo zeichnet sich durch 2 dinge aus....

1. es gewinnt der, der es braucht
2. es wird geruckelt und gezerrt und alles sieht nach määääääächtig viel action aus, aber am ende ist klar was passiert

ich weiss nicht in welchem basho es war, aber baruto hat ja auch einmal superpeinlich verloren um seinem ozekikollegen das mk zu ersparen....sowas ist kein mongolensumo sondern einfach yaocho

und schau die einmal das verhältins an zwischen 7-7 gewonnen und 7-7 verloren an tag 15....da is shotenro wohl eine der ausnahmen und nicht umgekehrt.....
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Re: Ichinojo

Beitragvon tainosen » 25. Nov 2014 13:41

gernobono hat geschrieben:
Fay hat geschrieben:
und schau die einmal das verhältins an zwischen 7-7 gewonnen und 7-7 verloren an tag 15....da is shotenro wohl eine der ausnahmen und nicht umgekehrt.....


Dieses Verhältnis ist für mich ganz natürlich, ohne deshalb etwaige Absprachen oder auch "nur" kooperatives Kampfverhalten völlig in Abrede stellen zu wollen. Kämpfer mit einem 7-7 gehen am Senshuraku mit besonders viel Kampfgeist und Elan zu Werke und sind deshalb stärker und bissiger als vielleicht alle anderen 14 Tage zuvor.
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Re: Ichinojo

Beitragvon Fay » 25. Nov 2014 14:14

Gernot ... Deine Theorien sind mir durchaus bekannt, wir kennen uns ja schon ein paar Jährchen ;-)
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Re: Ichinojo

Beitragvon Heikotoriki » 25. Nov 2014 21:22

gernobono hat geschrieben:
Fay hat geschrieben:
ich weiss nicht in welchem basho es war, aber baruto hat ja auch einmal superpeinlich verloren um seinem ozekikollegen das mk zu ersparen....sowas ist kein mongolensumo sondern einfach yaocho

....


Das war im Natsu Basho 2009 senshuraku Baruto gegen Chiyotaikai, offiziell oshitaoshi, sah aber nach eingesprungenem Axel aus.

Video davon gibt es auf YouTube.
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Re: Ichinojo

Beitragvon Ursusarctos57 » 5. Mai 2019 20:28

Ich finde es sehr interessant auch einmal ältere Beiträge zu lesen, wie diese z.B.

Ich hatte mich bisher noch garnicht so sehr mit Ichinojo befasst.
Nun werde ich ihn, im Auge behalten.
Ich bin auf seine Kämpfe im kommenden Basho sehr gespannt, ich hoffe nur, das er meinem Liebling-Rikishi "Takakeisho" nicht den Tuniersieg vermasselt.

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Re: Ichinojo

Beitragvon Wackernohaner » 19. Mai 2019 09:14

Ich mag Ichinojo nicht. Erstens, weil er zu fett ist, und zweitens, weil er Mongole ist (Mongolen haben im japanischen Sumo nichts zu suchen, wie ich finde).
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Re: Ichinojo

Beitragvon tainosen » 20. Mai 2019 15:42

Wackernohaner hat geschrieben:Ich mag Ichinojo nicht. Erstens, weil er zu fett ist, und zweitens, weil er Mongole ist (Mongolen haben im japanischen Sumo nichts zu suchen, wie ich finde).


Übergewichtigkeit ist im Ozumo wohl keine Seltenheit und es waren Japaner, die Ausländern den Zugang zum Ozumo gestattet haben - dazu gehören dann eben auch Mongolen. Ein Glück für Deine Sumosicht, dass keine Hawaiianer mehr aktiv sind und es es nur einen "fetten" Bulgaren gibt.
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Re: Ichinojo

Beitragvon Ursusarctos57 » 22. Mai 2019 02:51

tainosen hat geschrieben: Ein Glück für Deine Sumosicht, dass keine Hawaiianer mehr aktiv sind und es es nur einen "fetten" Bulgaren gibt.


Hier irrst du, lieber "tainosen".
Auch wenn er für einen Hawaiianer mit seinen lächerlichen 145 kg, fast schon MAGERSÜCHTIG wirkt, auf Makushita49 tummelt sich Musashikuni Mamu.

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Re: Ichinojo

Beitragvon Wackernohaner » 22. Mai 2019 21:47

Musashikuni ist, glaub ich, der Sohn von Musashimaru. Da kann ja gewichtsbezüglich noch einiges passieren. Ansonsten bin ich tatsächlich froh, daß die Hawaiianer draußen sind. Die waren eigentlich alle fett, was bei Mongolen eher selten der Fall ist. Soweit ich weiß, ist Ichinojo der erste fette Mongole. Ein fetter Bulgare aber ist mir unbekannt. Aoiyama wiegt wohl noch keine 200 Kilo. Dafür ist der Georgier Gagamaru ein 200-Kilo-Koloß.
Wer die Mongolen ins Land geholt hat, ist mir so ziemlich egal (wahrscheinlich war es vornehmlich Ex-Ozeki Asahikuni). Meiner Meinung nach sollte Sumo in Japan ausschließlich von Japanern betrieben werden. Die Mongolen können in der Mongolei eine eigene Liga aufmachen (die dann vielleicht sogar leistungsfähiger als die japanische ist). Das trifft auf die anderen Ausländer genauso zu.
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Re: Ichinojo

Beitragvon Tsubame » 23. Mai 2019 11:32

Dann wäre Ozumo um einiges langweiliger...
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Re: Ichinojo

Beitragvon tsunamiko » 23. Mai 2019 12:00

also aoiyama würde ich nicht unbedingt als schlank bezeichnen...selbst die beschönigende bezeichnung vollschlank ist da wohl nicht angebracht...
es gibt zur zeit 32 nicht in japan gebürtige rikishi, einige haben inzwischen wohl schon die staatsbürgerschaft angenommen. das finde ich nicht so viel bei 661 gebürtigen japanern..nur in der makuuchi sind sie halt dominant, deshalb fallen sie einem mehr auf...

ich frage mich aber wie das aussehen würde ohne japaner, dann wären wohl leute wie goeido und takayasu yokozuna..
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Re: Ichinojo

Beitragvon Sushibomber » 23. Mai 2019 12:25

Also ich finde die gegenwärtige Regelung gut genau so. Die Ausländer bringen Abwechslung rein und heben das sportliche Niveau durch neue Impulse, ohne dass die Japaner mengenmäßig komplett zurück gedrängt sind.
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Re: Ichinojo

Beitragvon Wackernohaner » 24. Mai 2019 13:30

Sicherlich ist Aoiyama fett, so wie etwa auch Miyabiyama fett war. Ich meine aber die wirklichen Kolosse, die deutlich über 200 Kilo erreichten, wie die Hawaiianer allesamt und jetzt eben Ichinojo (laut englischer Wiki-Seite hat er 227 Kilo).

In der Tat war die eigentliche Gefahr für den japanischen Sumo der Fett-Import aus Hawaii. Daran wäre Japan wohl erstickt. Zum Glück hat sich das ja erledigt.
Die Mongolen sind im Gegensatz zu den Hawaiianern eine echte sportliche Bereicherung. Sie sind für diese Kampfsportart von ihrer natürlichen körperlichen Veranlagung her besser geeignet als die Japaner. Und genau darin liegt das Problem. Die Japaner gehen nicht mehr zum Sumo, der Nachwuchs bleibt weg aus Resignation den Mongolen gegenüber. Das Heiligtum "Sumo" verliert seinen Reiz für Japaner. Der religiöse Charakter geht zugrunde. Die Mongolen sollten eine eigene Liga in der Mongolei errichten, die mit den ihrigen Sumotori leistungsstärker wäre als die japanische. Dann könnte der japanische Sumo-Sport weiterhin japanisch bleiben und erhielte sich als japanisches Heiligtum. So aber wird Sumo als die große japanische Tradition den Bach runter gehen. Ich hoffe aber, daß die Mongolen-Flut, die ja derweil rückläufig ist, bald versiegt. Dennoch, und das muß gesagt sein, ist Hakuho der beste Sumotori der letzten 200 Jahre. Asashoryu war nur ein eingebildeter Fatzke.

Ob Goeido und Takayasu unter Ausschluß der Mongolen jetzt Yokozuna wären, weiß ich nicht. Höchstwahrscheinlich wäre aber Kisenosato der aktuelle Yokozuna. Er war ja der Überflieger von 2016/17 und würde es auch jetzt noch sein.
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Re: Ichinojo

Beitragvon Tsubame » 24. Mai 2019 16:08

Wackernohaner hat geschrieben:Die Japaner gehen nicht mehr zum Sumo, der Nachwuchs bleibt weg aus Resignation den Mongolen gegenüber.

Stramme Behauptung ohne irgendwelche Belege. Oder gibt's die? Wenn man bedenkt, dass auf der aktuellen Banzuke Natsu 2019 insgesamt 683 Rikishi aufgeführt und davon 22 Mongolen (das sind nur 3,2%) sind. Und man auch noch zusätzlich betrachtet, dass man im Normalfall auf höchstens einen Ausländer pro Heya trifft, ist diese beschriebene Angst doch nichts weiter als ein nationalistisches Hirngespinst.

Wackernohaner hat geschrieben:Das Heiligtum "Sumo" verliert seinen Reiz für Japaner.

Und wie erklärt sich dann die Beliebtheit von Baseball? Wie passt das in das Bild?!

Wackernohaner hat geschrieben:Asashoryu war nur ein eingebildeter Fatzke.

Ebenfalls eine äußerst subjektive Aussage. Wenn man schreiben würde "meiner Meinung nach", kann man sowas ja unkommentiert stehen lassen. Aber so? Jemand der 25 Bashos gewinnt und ohne Skandalrücktritt bestimmt noch für den einen oder anderen Turniersieg zu haben wäre, als Fatzke abzustempeln, hat schon ein komischen Beigeschmack.

Und der beste Sumotori aller Zeiten, der wie ein bockiges Kind am Ringrand steht und ein Mono-ii verlangt und keines bekommt, braucht sich in Sachen "eingebildeter Fatzke" auch nicht verstecken, oder?! :wink:


Man sollte sich von persönlichen Vorlieben und Abneigungen nicht von der objektiven Würdigung der sportlichen Leistungen abhalten lassen.
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Re: Ichinojo

Beitragvon Profomisakari » 24. Mai 2019 16:47

Wackernohaner hat geschrieben:Sicherlich ist Aoiyama fett, so wie etwa auch Miyabiyama fett war. Ich meine aber die wirklichen Kolosse, die deutlich über 200 Kilo erreichten, wie die Hawaiianer allesamt und jetzt eben Ichinojo (laut englischer Wiki-Seite hat er 227 Kilo).


Aus der Sumoreferenz (http://sumodb.sumogames.de) geht hervor, dass aktuell die folgenden Sumotori die Schwersten sind:

Jd72e Kenho. . . Miyagi . Tokitsukaze 10.02.1989 180 231,5
Sd80w Takatenshu Saitama. Chiganoura. 23.09.1992 186 214,5
Ms23w Tokushinho Mie. . . Kise. . . . 13.05.1984 194 214,1
Jk18w Toma . . . Okinawa. Miyagino. . 10.05.2000 183 211,0
Ms55w Komanokuni Kanagawa Shibatayama 29.06.1990 177 207,8
Jd76e Higonoryu. Kumamoto Kise. . . . 19.11.1985 175 204,8
J7e . Gagamaru . Georgia. Kise. . . . 23.02.1987 185 202,6
Ms27w Takaryu. . Ishikawa Kise. . . . 18.03.1992 180 202,0
Sd84e Amakaze. . Kagawa . Oguruma . . 07.07.1991 184 200,5


Man beachte die Anzahl der Japaner darunter!

Ichinojo liegt da mit 183 kg auf Platz 20.
(http://sumodb.sumogames.de/Rikishi.aspx?r=12107)

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Re: Ichinojo

Beitragvon Jakusotsu » 24. Mai 2019 18:16

Bitte nicht so viel Futter für den Troll, sonst wird er selbst noch zu fett.
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Re: Ichinojo

Beitragvon Uminoyume » 25. Mai 2019 04:31

Profomisakari hat geschrieben:
Wackernohaner hat geschrieben:Sicherlich ist Aoiyama fett, so wie etwa auch Miyabiyama fett war. Ich meine aber die wirklichen Kolosse, die deutlich über 200 Kilo erreichten, wie die Hawaiianer allesamt und jetzt eben Ichinojo (laut englischer Wiki-Seite hat er 227 Kilo).


Aus der Sumoreferenz (http://sumodb.sumogames.de) geht hervor, dass aktuell die folgenden Sumotori die Schwersten sind:

Jd72e Kenho. . . Miyagi . Tokitsukaze 10.02.1989 180 231,5
Sd80w Takatenshu Saitama. Chiganoura. 23.09.1992 186 214,5
Ms23w Tokushinho Mie. . . Kise. . . . 13.05.1984 194 214,1
Jk18w Toma . . . Okinawa. Miyagino. . 10.05.2000 183 211,0
Ms55w Komanokuni Kanagawa Shibatayama 29.06.1990 177 207,8
Jd76e Higonoryu. Kumamoto Kise. . . . 19.11.1985 175 204,8
J7e . Gagamaru . Georgia. Kise. . . . 23.02.1987 185 202,6
Ms27w Takaryu. . Ishikawa Kise. . . . 18.03.1992 180 202,0
Sd84e Amakaze. . Kagawa . Oguruma . . 07.07.1991 184 200,5


Man beachte die Anzahl der Japaner darunter!

Ichinojo liegt da mit 183 kg auf Platz 20.
(http://sumodb.sumogames.de/Rikishi.aspx?r=12107)

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Allzu aktuell ist die Gewichtsangabe aber auch nicht mehr. Laut der NSK-Seite wiegt Ichinojo derzeit sogar tatsächlich 227kg.
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Re: Ichinojo

Beitragvon Profomisakari » 25. Mai 2019 07:08

Das überrascht mich jetzt allerdings wirklich.
Ich habe dieser Datenbank bisher immer für absolut aktuell gehalten.
Und das ist sie ja wohl auch in der Ergebnisstatistik.

Trotzdem scheint mit die Aussage über die fetten Nichtjapaner doch mehr von früher zu sein.

Profo
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Re: Ichinojo

Beitragvon Wackernohaner » 26. Mai 2019 11:13

Tsubame hat geschrieben:
Wackernohaner hat geschrieben:Die Japaner gehen nicht mehr zum Sumo, der Nachwuchs bleibt weg aus Resignation den Mongolen gegenüber.

Stramme Behauptung ohne irgendwelche Belege. Oder gibt's die? ...

Ja, die gibts! Mitte der 90er Jahre (bspw. Natsu Basho 1995) gab es deutlich mehr Sumotori als heute: Bei relativ gleicher Größe der oberen Ligen von damals zu heute (Maegashira 16 Positionen, Juryo 13, Makushita 60, Sandanme 100) unterscheiden sich die beiden unteren erheblich. Jonidan hatte damals 194 Positionen und Jonokuchi 69. Heute sind es in Jonidan 112 und in Jonokuchi 34. Es gab also damals über 200 Kämpfer mehr als heute, und darunter weitaus weniger Ausländer (drei Mongolen und andere weitere).
Wie es sich mit den Besucherzahlen verhält, ist mir nicht bekannt. Ich vermute einfach mal, sie seien gesunken. Vielleicht kann mich da jemand aufklären.

Tsubame hat geschrieben:
Wackernohaner hat geschrieben:Das Heiligtum "Sumo" verliert seinen Reiz für Japaner.

Und wie erklärt sich dann die Beliebtheit von Baseball? Wie passt das in das Bild?!

Was die Japaner alles mögen und betreiben, vermag ich nicht einzuschätzen. Möglicherweise Baseball, Altenburger Skat oder Eishockey. Kann alles sein. Aber das sind keine japanischen Heiligtümer. Wenn jedoch ihre ureigensten Kulte (wie Sumo) durch sie nicht mehr gepflegt werden oder eben deutlich weniger, dann sollten die Alarmglocken läuten. Und beim Sumo geht es in die Richtung.

Tsubame hat geschrieben:
Wackernohaner hat geschrieben:Asashoryu war nur ein eingebildeter Fatzke.

Ebenfalls eine äußerst subjektive Aussage. Wenn man schreiben würde "meiner Meinung nach", kann man sowas ja unkommentiert stehen lassen. Aber so? ...

Natürlich ist es meine Meinung. Wessen denn sonst? Aber auch die kann ich mit Indizien belegen. Damals hat sogar der Moderator von Eurosport, Herr von der Groeben, ständig achselzuckend darauf hingewiesen und gefragt, warum Asashoryu nach jedem gewonnenen Kampf, beim Erhalt der Preisgelder durch den Gyoji, immer so provozierend in die erste Reihe blicke. Dort saß nämlich Chiyonofuji. Und dem wollte er verständlich machen, "dich mit deinen 31 Yusho krieg ich auch noch" (letzteres ist meine Deutung, nicht die von Herrn von der Groeben). Aber immerhin hat er ja 25 Yusho tatsächlich erringen können. Wie ich schon einmal schrieb, hat Asashoryu seine Turniersiege oft mit sehr guten Ergebnissen eingefahren (also mit 15-0 oder 14-1), wie man es von einem ordentlichen Yokozuna erwarten kann (nämlich 5x mit 15 und 9x mit 14). Aber Kitanoumi und Takanohana haben bessere Resultate erzielt, nämlich Kitanoumi 7x 15 und 8x 14 (wobei er ein 14er Ergebnis abgeben mußte) bzw. Takanohana 4x 15 und 12x 14 (wobei er zwei 14er abgab). Asashoryu rangiert also mit seinen Leistungen hinter diesen. Das mit dem "eingebildeten Fatzke", was ich noch einmal unterstreichen möchte, sagt ja nichts über seine sportlichen Leistungen.
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Re: Ichinojo

Beitragvon Wackernohaner » 26. Mai 2019 11:24

Profomisakari hat geschrieben:
Wackernohaner hat geschrieben:Sicherlich ist Aoiyama fett, so wie etwa auch Miyabiyama fett war. Ich meine aber die wirklichen Kolosse, die deutlich über 200 Kilo erreichten, wie die Hawaiianer allesamt und jetzt eben Ichinojo (laut englischer Wiki-Seite hat er 227 Kilo).


Aus der Sumoreferenz (http://sumodb.sumogames.de) geht hervor, dass aktuell die folgenden Sumotori die Schwersten sind:

Jd72e Kenho. . . Miyagi . Tokitsukaze 10.02.1989 180 231,5
Sd80w Takatenshu Saitama. Chiganoura. 23.09.1992 186 214,5
Ms23w Tokushinho Mie. . . Kise. . . . 13.05.1984 194 214,1
Jk18w Toma . . . Okinawa. Miyagino. . 10.05.2000 183 211,0
Ms55w Komanokuni Kanagawa Shibatayama 29.06.1990 177 207,8
Jd76e Higonoryu. Kumamoto Kise. . . . 19.11.1985 175 204,8
J7e . Gagamaru . Georgia. Kise. . . . 23.02.1987 185 202,6
Ms27w Takaryu. . Ishikawa Kise. . . . 18.03.1992 180 202,0
Sd84e Amakaze. . Kagawa . Oguruma . . 07.07.1991 184 200,5


Man beachte die Anzahl der Japaner darunter!...

Soweit wie ich weiß, waren die schwersten Rikishi, welche Makuuchi erreichten (oder Sanyaku), die folgenden: Konishiki 280 kg, Akebono 235 kg, Musashimaru 235 kg, Ichinojo 227 kg, Onokuni 210 kg und Takamiyama 205 kg.
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