Um die Authentizität zu wahren, habe ich die falsche Namensbezeichnung
Spiegel Nr. 7/2007 vom 12.02.2007, Seite 180
Asashorya(u), 26, mongolischer Sumo-Ringer, muss mit seiner Unbeliebtheit in Japan fertigwerden. Asashorya(u) ist im Moment der einzige Yokozuna in Japan, ein Großmeister. Als Ausländer hat er in der Vergangenheit immer wieder den Unmut nationalbewusster Sumo-Liebhaber aus sich gezogen, denn der Sport gilt Puristen als Quintessenz japanischer Kultur.
Die nun in einem Magazin erschienenen Anschuldigungen, Asashorya(u) hätte sich seinen letzten Sieg durch gezielte Bestechung erkauft, haben zu einer Befragung des Ringers durch die japanische Sumo-Vereinigung geführt – obwohl die Vorwürfe durch nichts belegt werden. Der Sportler ist außer sich vor Wut: Seit er seinen ersten Titel erlangt hat, würde die Presse ihn schlechtschreiben, doch nun erwöge er rechtliche Schritte, ließ er wissen.
1996 gab es schon einmal eine Affäre um angeblich gekaufte Sumo-Kämpfe. Zwei ehemalige Ringer hatten sich damals an die Öffentlichkeit gewandt. Kurz darauf starben beide am selben Tag im selben Krankenhaus mit den gleichen Symptomen.



